Wenn die Tage kürzer werden und der erste Schnupfen Anlauf nimmt, wird die Hausapotheke wieder spannend. Hier sind fünf Heilpflanzen, die in unserer Praxis im Herbst besonders oft zum Einsatz kommen – jede mit einer eigenen kleinen Geschichte.
1. Holunder (Sambucus nigra)
Der Klassiker. Holunderbeeren-Saft, frisch zubereitet oder als Sirup, gehört in jede Hausapotheke. Traditionell wird er bei beginnenden Erkältungen genutzt – warm getrunken, mit etwas Honig und Zitrone.
2. Thymian (Thymus vulgaris)
Thymian-Tee bei Husten – kennen viele aus der Kindheit. Was viele nicht wissen: Auch eine Inhalation mit Thymian kann den Atemwegen guttun. Wichtig dabei: nicht zu heiß, gerade so, dass der Dampf angenehm ist.
3. Salbei (Salvia officinalis)
Bei kratzigem Hals ist Salbei seit Jahrhunderten ein Begleiter. Als Tee oder zum Gurgeln – beides funktioniert. Salbei sollte allerdings nicht über Wochen am Stück getrunken werden; eine Pause tut gut.
4. Ingwer (Zingiber officinale)
Streng genommen ein Wurzelstock, in der Pflanzenheilkunde aber fest etabliert. Frischer Ingwer-Tee mit Honig wärmt von innen und ist ein guter Begleiter für graue Herbsttage.
5. Lindenblüten (Tilia)
Wenig im Rampenlicht, aber wunderbar bei beginnender fieberhafter Verkühlung. Ein heißer Lindenblüten-Tee am Abend, dann ins Bett – ein klassisches Hausmittel, das viele unserer Patientinnen wieder für sich entdeckt haben.
Eine Bitte: Heilpflanzen sind kein Spielzeug. Bei Schwangerschaft, Vorerkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten lohnt sich ein Gespräch – mit uns oder Ihrem Arzt. Was hier steht, ersetzt keine individuelle Beratung.
